Zucker reduzieren und mit mehr Geschmack belohnen
Published August 30, 2016

Zucker reduzieren und mit mehr Geschmack belohnen

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Zucker ist süß und schmeckt gut — und wir alle essen viel zu viel davon.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt maximal sechs Teelöffel Zucker am Tag. Wir Europäer essen aber durchschnittlich sechzehn. Obwohl seit langem bekannt ist, zuviel Zucker macht krank. Übergewicht, Karies und Diabetes sind nur drei von vielen Auswirkungen, die der übermäßige Zuckerkonsum mit sich bringt.

Kenne die Zuckerfallen

Wichtig ist, zu wissen wo Zucker drin ist, denn das ist nicht immer einfach zu sehen. Freie Zucker wie Glucose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker) und Saccharose (Haushaltszucker) stecken nicht nur in Schokolade, Keksen, Honig und Limonaden. Sie sind auch in vielen anderen verarbeiteten Lebensmitteln in großen Mengen enthalten.

In einem einzigen Esslöffel Ketchup verbirgt sich bereits ein Teelöffel Zucker, und in einer Dose Limonade ist meist mehr Zucker, als man an einem Tag zu sich nehmen sollte. Aber auch Cornflakes, Müslimischungen, Fertiggerichte und Konservenkost zählen häufig zu den großen Zuckerbomben. Viele haben einen hohen Zuckeranteil, der sich hinter Begriffen wie Saccharose, Sirup, Maltose oder Fruktose versteckt.

Warum aber lieben wir Zucker so sehr

Schon die Aussicht auf Süßes aktiviert unser Belohnungssystem. Im Gehirn werden Botenstoffe freigesetzt, die für Hochstimmung sorgen. Wer sich also allzu sehr daran gewöhnt, gerät schnell in Gefahr süchtig zu werden. Diese Gewöhnung fängt bereits im Kleinkindalter an und hält häufig ein ganzes Leben lang. Denn Zucker ist überall verfügbar, leicht zur Hand und zudem billig. So wundert es nicht, dass viele von uns gar nicht genug bekommen können von dem Stoff, der uns vermeintlich das Leben versüßt.<br><br> Besonders kritisch sind allerdings zuckerhaltige Getränke, weil sie neben Zucker keine weiteren Nährstoffe enthalten und zudem schnell, einfach und in großen Mengen zu sich genommen werden können. Damit fördern sie Übergewicht und erhöhen das Risiko für Diabetes Typ zwei.

Die Reduktion von Zucker fängt beim Einkauf an

Wer beim Einkaufen auf den Zuckergehalt achten will, guckt am besten auf die Nährwerttabelle. Alle im Lebensmittel enthaltenen Zuckersorten werden dort aufgeführt. Achte auch darauf, an welcher Stelle die Angabe zum Zuckergehalt steht, denn die Inhaltsstoffe werden in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit genannt. Was ganz vorne steht, kommt auch in großer Menge im Lebensmittel vor.

Wehre dich und sei vorbereitet

Wer weiß, dass der süße Heiß-Hunger kommen wird, kann sich dagegen wappnen z. B. mit einem leckeren Apfel, einem Joghurt mit frischem Obst oder einer Handvoll Studentenfutter. Wichtig ist, dass du diese vollwertigen Snacks bei dir hast, wenn du sie brauchst. Aber auch ein Glas Wasser oder eine kurze Pause mit etwas Bewegung und frischer Luft helfen manchmal schon, der Lust auf Süßes den Garaus zu machen.

Leicht lässt sich der Zucker auch bei Getränken sparen. Ein Spritzer Zitronensaft im Mineralwasser, Pfefferminzblätter oder Ingwerscheiben im ungesüßten Früchte- oder Kräutertee sorgen ganz ohne Zuckerzusatz für ein fruchtiges Aroma.

Belohnung für die Zucker Abstinenz

Je weniger Zucker du zu dir nimmst, desto intensiver wirst du ihn schmecken. Denn durch den regelmäßigen Zuckerkonsum in Süßigkeiten und Getränken schmecken häufig selbst süße Früchte wie Kirschen oder Erdbeeren bereits sauer. Das allerdings ändert sich schon nach wenigen Wochen, wenn man weniger Zucker zu sich genommen hat. Somit belohnt man sich selbst für die gesündere Ernährung mit einem mehr an Geschmack und Genuss.

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